
Willi, der Leiter von BGM, hat uns im Vorfeld wiederholt darauf hingewiesen, an den Praxistagen in Bogenhofen teilzunehmen. Es gäbe besondere Highlights in diesem Jahr, die wir nicht versäumen sollten. Die täglichen Andachten und die Gemeinschaft zu erleben sollte ein Grund sein, nach Bogenhofen zu kommen.
Es fanden sich dann auch dreißig BoGeMis zum Abendessen am Mittwoch ein. Der offizielle Beginn fand dann in der alten Kapelle statt. Es gab viele, die fast jedes Jahr kommen, aus Österreich, Südtirol und Bayern. Aber auch neue Gesichter waren zu sehen, die sich für die BGM-Arbeit entschieden haben. Es war auch schön zu sehen, wie die Kinder in der Zwischenzeit zu Teenies herangewachsen sind.
Martin Lungenschmid, der die Andachten leitete, hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um uns auf Trab zu halten. Er ließ uns durchzählen: eins, zwei, eins, zwei, usw. Eine Gruppe waren die Einser, die andere die Zweier. Dann forderte er alle Einser auf, sich um einen Platz weiterzusetzen. Dadurch hatten sie einen neuen Gesprächspartner neben sich. Martin stellte eine Frage, die in zwei Minuten beantwortet sein musste. Es waren Fragen dabei, wie: Welche herausfordernde Situation hast du in letzter Zeit erlebt? Warum machst du die BGM-Arbeit? Wie hast du dich gefühlt, als Gott dich gerufen hat? Nach jeder Frage musste man die Plätze wechseln. Dadurch lernten wir uns in kurzer Zeit schneller kennen. Durch das feste Zeitlimit waren wir gezwungen uns kurz zu halten, die Bewegung im Raum lockerte die Atmosphäre auf und wir überwanden die anfängliche Scheu.
Nun betrachteten wir das Wort Gottes: “Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen“. Sach.4,61– Es war sehr einprägsam, wie Martin das Wirken des Heiligen Geistes erklärte: Er ging mit einem Fächer, den er in seiner Hand hin- und herbewegte von einem zum anderen. Jeder spürte einen Wind, der bei den hohen Temperaturen, die um diese Zeit in Bogenhofen herrschten, sehr angenehm war. Wie es ja auch in Johannes 3,8 heißt: „du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.” – Sehr motivierend fand ich auch den Spruch von Martin: „I BGM“ und „l a BGM”, das heißt „Ich bin gemeint“ und „Ich bin auch Botschafter der Gesundheits-Mission”. Zwischendurch stimmte Martin einen Kanon an, den alle bereitwillig mitsangen. Dadurch wurde das Ganze aufgelockert, und wir folgten weiter interessiert seinen Ausführungen.
Vom Team wurde bestimmt, wer mit wem unterwegs sein sollte. So war ich am Donnerstag Nachmittag mit Daniela aus Tirol unterwegs, mit der ich noch nie die Gelegenheit hatte unterwegs zu sein. Wir gingen nicht lange, als uns eine freundliche Frau in unserem Alter – sie ging auf die siebzig zu – öffnete. Sofort führte sie uns in den sehr gepflegten Garten zur Terrasse, wo wir Platz nehmen durften. Sie erzählte uns, dass in ihrem Haus auch ihre Tochter mit ihrer Familie lebte und dass sie die Enkelkinder oft betreute. Sie lebte sehr gesundheitsbewusst. Außer dass sie niederen Blutdruck hatte und an Osteopenie litt, hatte sie – Gott sei’s gedankt – keine größeren Beschwerden. Daniela konnte ihr ein altbewährtes Hausmittel gegen niederen Blutdruck weitergeben, das für mich auch neu war. Ich wiederum hatte einen guten Tipp gegen Osteoporose – diesen könnte sie vorbeugend gegen Osteopenie einsetzen. Sie nahm gerne das Buch „Natürlich glücklich“ und das Buch „Unfassbar“ an. Wir verließen gut gelaunt die Frau mit dem Gefühl, etwas Gutes für den Herrn gemacht zu haben.
Ein besonderes Highlight war der Gottesdienst am Sabbat in Munderfing und die Predigt von Martin Lungenschmid, die aufgezeichnet wurde. Das Video kann auf YouTube angesehen werden. Nach einem reichhaltigen gemeinsamen Essen setzten wir das Gehörte in die Praxis um und zogen mit den interessierten Gemeindemitgliedern in die umliegenden Dörfer. Die Erfahrungsberichte der einzelnen BoGeMis am Ende des Tages waren dann sehr erbaulich. Darin waren sich alle einig, dass die Gebete, die im Vorfeld gesprochen wurden, erhört wurden, dass wir Menschen antreffen durften, die vorbereitet waren und die Literatur, die wir zurücklassen durften, ihre Wirkung entfalten und viele zu Jesus führen möge.
Die Praxistage haben dazu beigetragen, dass wir mit größerem Einsatz und noch mehr innerer Gewissheit unsere Arbeit fortsetzen oder wieder aufnehmen, um den Menschen in der Gesundheits- und Verkündigungsarbeit zu dienen.
Silvia Pilarz























